Bücher und Autorenprofil von Ulrike Parthen

Über die Autorin Ulrike Parthen



Heiligabend 1968 – keine besonderen Vorkommnisse, außer der Tatsache, dass ein schwäbisches Christkind namens Ulrike geboren wird.Knapp zwei Jahrzehnte später: kleiner Umweg auf dem Weg zur Berufung. Meine Ausbildung bei der Stadtverwaltung tut hier nichts zur Sache. Der Form halber (und nur deswegen) erwähne ich sie trotzdem.Kurz nach dem Beamten-Ausflug arbeite ich als freiberufliche Werbelektorin. Das kommt unverhofft wie plötzlich und die Richtung in Richtung Berufung stimmt damit schon mal. Jetzt muss nur noch ein bissel an der Ausführung gefeilt werden. Meine Aufgabe als Lektorin: Fehler aufspüren, die andere verbockt haben. „Und das macht dir Spaß?“ fragt man mich verwirrt. Och ja, gut 15 Jahre schon.Irgendwann werde ich Werbetexterin. Dieses Mal weniger plötzlich, sondern so richtig geplant. Schritt eins dazu: Texterschule, hier bin ich. Nachts träume ich davon, den nächsten Slogan eines bekannten Automobilkonzerns zu kreieren. Tagsüber texte ich mich durch meine Übungsaufgaben – genau das richtige Futter für meine ausgeprägte Phantasie. Der übliche Gang wäre jetzt gewesen, als Juniortexterin in einer Agentur anzuheuern. Ich umgehe das elegant, da ich lieber direkt mit Endkunden arbeiten möchte.Ich lerne trotzdem alles über emotionales Marketing, Social Media Strategie, Content, über Markenwerte, den Golden Circle, Mission, Vision, Core Storys und anderes. Mit diesem Wissen und der wachsenden Erfahrung betreue ich Kunden aller Branchen, schreibe 1001 und noch mehr Werbetexte und Storys.Whamm! Dann rollt die Lawine an, die sich Neuromarketing-Hype nennt. Sie überschwemmt die Socialkanäle und ist sehr hip und modern. Ich gehe nie mit der neusten Mode – auch wenn alle behaupten, sie seien davon reich geworden. Ich bin lieber glücklich und halte eisern an meinen Werten fest. Ehrlichkeit ist einer davon, ganz schön altmodisch. Es kommt noch dicker. Ich sage nur: Werbespots im TV – einer dämlicher als der andere.„Und jetzt?“ Zaghafte Frage an mein Inneres, was ich mit der Erkenntnis anfangen soll. “Tschüss Werbetext-Branche“, lautet die einfache Antwort. Und so widme ich mich inzwischen nur noch dem, was ich sowieso am liebsten mache: intuitiv zu schreiben, dabei Realität mit Fiktion zu verknüpfen und das Ganze als lustige Geschichte in heiterer Romanform abzubilden.

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