Bücher und Autorenprofil von Jon Jaxxon

Über den Autor Jon Jaxxon




Jon Jaxxon ist mein
Pseudonym. Aus gutem Grund. Ich lebe heute auf einer kleinen Insel.
Nur zwei Eingeweihten des Verlages ist mein Aufenthaltsort bekannt.
Keine Sorge, sie sind unverchipt.

Die Offenbarungen in diesem
SocialFiction-Roman sind natürlich Metapher, wie vieles in der
Bibel, sie passen aber so sehr zum Thema, dass ich sie an den Anfang
und zwischen einigen Kapiteln gefügt habe. Selber fühle ich mich
aber nicht zu einer strukturierten Religion hingezogen, bin im Alter
von etwas über achtzehn Jahren aus der 'Organisation Kirche'
ausgetreten, bin also konfessionslos und sehe mich als Agnostiker.
Mein Motto: Das Göttliche lebt in uns und um uns herum.

Nach jahrzehntelangem, unstetigen
Wandern zwischen vielen Städten, beruflichen Tätigkeiten und
extremen Lebenssituationen bin ich immer noch auf der Suche nach
meiner 'geistigen und irdischen Heimat'.

Schreiben aber hat mich seit meinen
ersten kindlich-poetischen Versuchen in 'Schönschrift' immer
begleitet. Als Verfasser zahlreicher Dossiers, als Werbetexter, als
Redakteur, als Presseagent, als Coautor im TV-Unterhaltungssektor,
als Geschichtenerfinder für Kinder, als Gag-Autor, als Interviewer
und als Magazin-Macher ist einiges an Erfahrung zusammen gekommen.

Die Idee zu der Zukunftsstory
'Chip-Menschen' schwebt schon Jahre in meinem Kopf. Durch die
Notwendigkeit, den Lebensunterhalt verdienen zu müssen wurde ich
allerdings immer wieder davon abgelenkt, mein Gedankengut in eine
lesbare Form zu bringen.

Es gab gute Zeiten, in denen ich
abwechslungsreiche und begeisternde Tätigkeiten ausüben und
interessante Menschen kennenlernen durfte. Nun bleibt aber nichts im
Leben wie es ist. Alles hat seine Lebenskurve, alles bewegt sich in
Wellen. Mal tragen dich die Wogen aufwärts, mal reißen sie dich in
ein tiefes Tal, dann plätscherst du auf ruhiger See dahin, bis
plötzlich ein Gewitter aufzieht und du wieder gegen Wind und Wellen
kämpfen musst und manchmal weißt du nicht mehr, wie es weitergehen
soll.

Und so kam es. Ich wurde in eine
Situation gesogen, in der ich finanziell am Boden lag und das
innerhalb von nur wenigen Wochen. Es stand mir nur mehr "Bares"
zur Verfügung und das war schnell bis auf Zweieurozweiunddreißig
(ja, 2,32) dahingeschmolzen. Die beiden Autos standen schon seit
einer Woche mit dem Tankanzeiger auf Reserve. Meine notwendigste
Onlinekorrespondenz führte ich in einem Internetcafé, immer mit
einem Auge auf den Zähler achtend. Ich hatte zwar schon viele Höhen
und Tiefen erlebt, aber in einer Lage, in der ich überlegen musste,
ob ich mir die Margarine für's Brot im Sonderangebot oder
stattdessen eine Dose Erdnüsse zum gleichen Preis gönne, weil diese
mehr sättigen – und pur genossen, bekömmlicher sind -, war ich
noch nie.

Wie schon öfter in beengenden
Lebenslagen hat mich dann JWG mit einem seiner Weisheiten wieder auf
Kurs gebracht:


"Feiger Gedanken, bängliches
Schwanken, ängstliches Zagen, weibisches Klagen, wendet kein Elend,
macht dich nicht frei. Allen Gewalten zum Trutz sich erhalten, nimmer
sich beugen, kräftig sich zeigen, rufet die Arme der Götter
herbei."

Meine Gefühlslagen sprangen von
einem Extrem ins andere, mal waren sie harmonisch und beruhigend, je
nach dem, welche Menschen ich in dem Moment um mich hatte - in dieser
Zeit setzte ein sozialer Rückzug aus dem vormals großen
Kontakt-Kontingent ein -, dann waren sie wieder so verworren, dass
ich keinen klaren Gedanken fassen konnte und mich im unweigerlich in
die Tiefe ziehenden Sumpf wähnte … alles in allem: schizophren.
Zudem kam, dass ich mich in der Stadt, in der ich mich seit über
sechs Jahren aufhielt, nie besonders heimisch gefühlt hatte. Sechs
Jahre. So lange war ich noch nie an einem Ort gewesen.

Nach langwierigem Grübeln, Downs und
Ups begann ich, Ballast abzustoßen, klar Schiff zu machen und
auszumisten, was was ich schon seit Jahren vorhatte, nämlich mich
von der unüberschaubaren Menge, mittlerweile als unnütz erkanntes
Zeugs frei zu machen, es zu verschenken, zu verscherbeln ...
'versilbern' wäre ein unpassender Begriff für das Veräußern von
Mobiliar, Büroeinrichtung, Bildern, Kleidung, Fotozubehör,
Unterhaltungselektronik, Fahrzeugen und -Teilen, Dekoration, Uhren
und Musikinstrumenten ... nur von einer fast dreißig Jahre alten
Gitarre konnte ich mich nicht trennen. Aber auch viele
Ballast-Menschen verwies ich in den Sektor, zu dem ich meine
gedanklichen Mauern hochzog.

Begleitend dazu aktivierte ich meine
früheren Ambitionen zu fernöstlichen Philosophien und ganz
besonders zur Atemtechnik, der ich heute einen Großteil der
zurückgekehrten Motivation und dem aufkeimenden Lebensodem
zuschreibe.


Allmählich stellte sich eine
sonderbare Aufgeräumtheit ein, abgesehen von zwei recht ernsten
gesundheitlichen Zwischenfällen (die ersten überhaupt in meinem
Leben, bei denen ich auf medizinische Hilfe angewiesen war), die nach
äußerst enttäuschenden Begebenheiten im engeren sozialen Umfeld
eintraten. No body loves you when you down and out!
Resümierend fasste ich die Umstände
als Wink des Himmels auf, bog das Rückgrat durch ("GoG"
verschonte mich :-), kramte meine Ideenskizzen hervor und fing an,
mit neu erwachter Lebenslust an diesem Roman zu schreiben. Es musste
raus. Aber es sollte noch Monate dauern, bis der Stoff "sendungsreif"
war.
Euer Jon Jaxxon

Homepage http://chip-people.de