Bücher und Autorenprofil von Georg Sandhoff

Georg Sandhoff

Über den Autor Georg Sandhoff

Ich wurde Anfang der siebziger Jahre in Bottrop geboren. Erste Schritte als Journalist und Autor machte ich während des Studiums an der Universität Duisburg-Essen, wo ich Germanistik mit dem Schwerpunkt Literaturwissenschaften studierte. Heute lebe und arbeite ich als Journalist, Autor und Lektor in Essen. 

Doch all das sagt noch nicht viel über mich aus. Deshalb möchte ich hier eine kleine Geschichte erzählen:

Es ist morgens, irgendwann in den siebziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts, irgendwo in der Französischen Provinz. Der Postbote Ferdinand Cheval stolpert über einen seltsam geformten Stein. Am Tag darauf beginnt Herr Cheval damit, weitere Steine zu sammeln, eine Tätigkeit, die er sein ganzes Leben lang beibehalten wird, um aus diesen Fundstücken seinen idealen Palast zu bauen, eines der unglaublichsten Gebäude dieser Welt.

Manchmal genügt also ein einzelner Stein, um ein ganzes Leben umzukrempeln. Mich hat die Geschichte um den idealen Palast fasziniert, seit ich mit 13 Jahren zum ersten Mal von ihr gehört (bzw. von ihr gelesen) hatte. Ich weiß noch genau, wie ich im Garten meines Großvaters einen Zeitungsartikel über diesen seltsamen Mann las, der aus gefundenen Kieseln ein Haus gebaut hatte, das es kein zweites Mal auf dieser Welt gab. Ich schaute mir das grobgerasterte Foto an, das den Palast zeigte, der aussah, als ob seine Teile von Korallen oder Tropfsteinen überwuchert wären, und dachte mir: »Sowas willst du auch machen!«.

Relativ schnell habe ich dann begriffen, dass es in Deutschland nicht möglich ist, so ein Gebäude einfach so zu bauen, weil sich tausende Faktoren (Nachbarn, der "gesunde" Menschenverstand und nicht zuletzt die Behörden) dagegenstemmen. Und so habe ich mich dem Schreiben und schließlich der High Fantasy zugewendet.

Die Welt, die ich seitdem konzipiert und über Jahre hinweg ausgebaut habe, ist mein »idealer Palast«, eine Art Gesamtkunstwerk, dass mir ermöglicht, bestimmte Sachverhalte, die durch eine realistische Schreibweise verdeckt würden, quasi im "Labor" zu durchdenken (Dazu gehört zum Beispiel die Frage, wie können ganz unterschiedliche Charaktere zusammenleben, was richtet Gier an, wie spiegelt sich die Persönlichkeit des einen im Charakter des anderen?). 

Auf meinem Blog »Literatura Fragmentata« veröffentliche ich Artikel über Bücher, literaturtheoretische Themen und praktische Aspekte des Schreibens. Neben der Schriftstellerei bin ich ein ganz passabler Amateur-Künstler, der unter anderem Cover- und Buchillustrationen sowie großformatige Bilder produziert.

Homepage http://www.fragmentata.blogspot.com