„Die 11 Gezeichneten“ – Das erste Buch der Sterne

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Buchcover Die 11 Gezeichneten

Inhaltliche Einordnung

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Dieses Buch ist Band 1 einer Reihe

Veröffentlichung

Seiten 341

Geeignet für (Alter) von 12 bis 99

Klappentext
Seit jeher liebt Stella die Sterne - ohne zu ahnen, wie tief ihre Verbindung zu ihnen tatsächlich ist. Das erkennt sie erst, als sie mit ihrem Zwillingsbruder Cas an eine geheimnisvolle Universität gelangt, auf die schon ihre Eltern gegangen sind. Kurz nach der Ankunft begegnet Stella dort dem selbstbewussten Cedric, der nicht nur der heißeste Typ der Uni ist, sondern Stella auch viel zu schnell viel zu nahe kommt. Mit seiner unausstehlichen Art bringt er sie nicht nur aus dem Konzept, sondern sorgt auch für Ereignisse, die Stellas Zukunft tiefgreifend verändern …

 

Buchbeschreibung
Ohne Dunkelheit könntest du keine Sterne sehen ... Entdecke den Auftakt unserer neuen Romantasy-Trilogie mit der mitreißenden Geschichte von Stella & Cas

Leseprobe aus Kapitel 1:

Tausende Sterne funkelten am Nachthimmel. Ich stand auf der Hügelkuppe hinter unserem Haus und legte den Kopf in den Nacken, als ich versuchte, die gigantische Weite des Universums mit meinen Augen zu erfassen. Wie jedes Mal überkam mich dabei ein Gefühl von absoluter Ruhe und der Gewissheit, nicht mehr als ein Staubkorn im Gefüge der Zeit zu sein. Langsam und bewusst atmete ich ein. Der Wind spielte mit meinen langen Haaren und wirbelte sie in die Luft, während mein Kopf absolut leer wurde und alle Gedanken an die Zukunft vorübergehend verstummten.

In diesem Moment fiel eine Sternschnuppe vom Himmel und ich beobachtete ihren schnellen Abstieg zur Erde. Dabei wünschte ich mir, dieses Gefühl des Friedens in mein neues Leben mitnehmen zu können, das in wenigen Wochen beginnen würde.

Am Fuß des Hügels hörte ich meinen Vater die Heckklappe unseres Autos zuschlagen und meine Mutter meinen Bruder Cas zum bestimmt tausendsten Mal fragen, ob er alles eingepackt hatte.

Mein Gepäck war schon längst im Wagen und ich hatte mir die paar Minuten genommen, um ein letztes Mal die Hügelkuppe zu erklimmen und mich von den Sternen hinter unserem Haus zu verabschieden. Es war irgendwie dämlich, denn sie würden ja nicht verschwinden – allerdings würde ich viele von ihnen in der hellen Großstadt einfach nicht mehr sehen können.

„Stella?“, rief meine Mutter von unten. „Bist du so weit? Wir fahren in fünf Minuten!“

„Ich komme gleich!“, rief ich zurück und zwang mich, den Blick vom Himmel zu nehmen und auf mein nächstes Ziel zu richten: irgendeine seltsame Uni, von der ich bis vor zwei Tagen noch nie etwas gehört hatte und um die meine Eltern ein eigenartiges Geheimnis machten. Und das, obwohl mein Bruder und ich bereits an der Columbia angenommen worden waren. Ursprünglich war geplant gewesen, vor unserem Studium in New York noch einen letzten gemeinsamen Campingurlaub zu machen – doch nun hatten wir erfahren, dass wir zuvor noch einen Zwischenstopp an dieser ominösen Uni einlegen würden.

Ich straffte die Schultern, drehte mich um und lief über das feuchte Gras hinunter zu unserem Haus. Meine Mutter trat gerade vor die Tür. „Die Sterne verschwinden nicht so schnell, Stella“, sagte sie lächelnd. Dann legte sie mir den Arm um die Schultern und drückte mich kurz, bevor wir zum Auto gingen. Das Licht der Sterne spiegelte sich dabei in ihren langen hellblonden Haaren wider, wodurch es beinahe so aussah, als würden sie leuchten. Manchmal beneidete ich meine Mutter ein wenig um ihre helle Haarfarbe, mit der ich einfach nicht mithalten konnte – denn im Gegensatz zum Rest meiner Familie waren meine glatten Haare einfach nur langweilig braun. Wenigstens die nachtblauen Augen meiner Eltern hatte ich geerbt, aber das hatte mich auch nicht davor bewahrt, mir jede Menge blöde Sprüche von unseren Verwandten anhören zu müssen, die immer wieder fragten, ob meine Eltern auch das richtige Kind aus dem Krankenhaus mit nach Hause genommen hatten.

„Da seid ihr ja“, sagte mein Vater und kontrollierte ein letztes Mal die Taschen im Kofferraum. Dann schloss er die Heckklappe und ein unglückliches Lächeln huschte über sein Gesicht, das eigentlich nicht zu ihm passte. „Dann auf ins Abenteuer.“



„Wollt ihr uns jetzt endlich ein bisschen mehr über diese geheimnisvolle Uni erzählen, die wir uns unbedingt noch ansehen müssen?“, fragte Cas, als wir alle im Auto saßen und mein Vater die Auffahrt zur Autobahn nahm. Eigentlich hieß mein Bruder Castor, aber der Name passte nicht zu seiner lockeren Art, weswegen ihn alle nur Cas nannten.

„Ich … äh … Möchtest du die Frage beantworten, Schatz?“, murmelte unser Dad und sah meine Mutter auffordernd an.

Sie atmete tief durch und drehte sich zu Cas und mir um. „Es ist eine Privatuni“, begann sie dann. „Euer Vater und ich haben uns dort kennengelernt und hatten eine sehr schöne Zeit.“

„Geht’s noch ein bisschen ungenauer?“, gab sich mein Bruder stur. „Dass ihr dort eine schöne Zeit hattet, hast du uns gestern und vorgestern schon gesagt.“ Er fuhr sich durch seine verstrubbelten hellblonden Haare, die ihm meist in die Stirn fielen und ihn in Kombination mit seinem durchtrainierten Körper und seiner gebräunten Haut verdammt sportlich aussehen ließen – was bei den Mädchen natürlich verdammt gut ankam.

„Wir hatten sogar eine unglaublich schöne Zeit dort“, erwiderte mein Vater, der sich nicht so schnell unter Druck setzen ließ, und warf uns einen kurzen Blick über den Rückspiegel zu. „Sicher, dass ihr Details wollt?“

Cas verdrehte die Augen und ich konnte ihn nur zu gut verstehen. Es war untypisch für meine Eltern, dass sie aus irgendetwas ein Geheimnis machten. Normalerweise teilten sie alles mit uns und hatten niemals versucht, uns irgendetwas vorzumachen. Schon früh hatten wir erfahren, dass es den Weihnachtsmann nicht gab, die Babys nicht vom Himmel fielen und unsere Katze nicht friedlich eingeschlafen, sondern von einem Auto überfahren worden war.

Mein Bruder hatte das immer recht gelassen hingenommen, aber Cas war auch jemand, der das Leben entspannt sah. Was man von mir nicht immer behaupten konnte, denn ich mochte Pläne, Ziele und Struktur – weshalb ich in der Schule auch immer die Bessere von uns beiden gewesen war.

„Ich denke, es ging Cas mehr um das Studienprogramm als um eure Aktivitäten“, kam ich meinem Bruder zu Hilfe, der seinen Kopf gegen die Fensterscheibe sinken ließ und gähnte.

„Wieder mal richtig gedacht, Stellapropella“, bemerkte Cas leichthin. Ich hasste es, wenn er mich so nannte. Schon als wir beide sechs gewesen waren, hatte er damit begonnen und es nervte mich heute genauso wie früher. Da es aber keinen Sinn hatte, mich darüber aufzuregen – weil es das Ganze nur noch schlimmer machte – versuchte ich, ihn zu ignorieren. Auf diese Weise verlor er schneller das Interesse, denn Cas verlor grundsätzlich schnell das Interesse – sei es in der Schule oder bei seinen Mädels. Es gab nur wenige Bereiche, wie Schwimmen, Surfen oder seltsamerweise Mathematik, bei denen plötzlich sein Ehrgeiz erwachte.

„Aber darum bist du auch der klügere Zwilling von uns beiden“, fügte er hinzu.

„Wow. Ich bin beeindruckt, dass du zumindest das verstanden hast“, sagte ich und brachte ihn damit zum Grinsen.

„Also … was habt ihr denn so auf der Uni getrieben, von der ihr uns bis vor ein paar Tagen überhaupt nichts erzählt habt?“, wandte er sich dann wieder an unsere Eltern und kniff schnell die Augen zusammen.

Ich schüttelte nur den Kopf. „Fordere sie bitte nicht heraus, wer weiß, welche Details sie uns sonst wirklich noch erzählen.“

„Das trauen sie sich doch nicht, ihnen ist das ja noch peinlicher als uns“, entgegnete er gelassen und grinste. „Also – wie war es?“

„Das Studienprogramm war sehr … umfassend“, erwiderte Mom nach einem Moment des Zögerns und sah meinen Vater von der Seite an, der sich unruhig durch seinen hellblonden Schopf fuhr, an dem sich schon Geheimratsecken abzeichneten. So nervös kannte ich meine Eltern gar nicht.

„Ja, in der Tat“, pflichtete mein Vater bei. „Zu unserer Zeit war das naturwissenschaftliche Angebot sehr beeindruckend. Es waren ein paar wirklich aufregende Jahre.“

„Sagt mal, seid ihr damals für die NSA rekrutiert worden oder so?“, meinte Cas kopfschüttelnd und zog sein Smartphone aus seiner hinteren Jeanstasche. „Ihr merkt schon, dass euer Verhalten seltsam ist, oder?“

Unsere Eltern schwiegen einen Moment und ich blinzelte, als mich die Scheinwerfer eines entgegenkommenden Lkw blendeten.

„Hört zu, ihr müsst ja nicht auf diese Uni gehen“, sagte meine Mutter schließlich und wirkte, als würde sie sich damit ein wenig selbst beruhigen. „Wir fahren nur mal hin und sehen uns alles an, weil Greg uns die Einladung geschickt hat.“

„Ach ja, Greg. Wieder so ein Name, den ich noch nie zuvor aus eurem Mund gehört habe“, bemerkte Cas belustigt und grinste mich verschwörerisch an.

„Hat Greg auch einen Nachnamen?“, fragte ich und stupste Cas an. „Dann könnten wir ihn googeln.“

„Er heißt Conley. Aber ich denke nicht, dass ihr ihn über Google findet“, gab mein Vater zurück und überholte einen weißen Wohnwagen.

„Jetzt wird es spannend“, meinte Cas und beugte sich nach vorn. „Du sagst damit, dass der Leiter einer Privatuni, die mitten im Sommer zu einem Tag der offenen Tür einlädt, nicht im Internet zu finden ist?“

„Vielleicht sollten wir deiner Ex Bescheid geben und ihr unsere Koordinaten schicken“, flüsterte ich Cas zu.

„Was? Wieso?“, fragte er stirnrunzelnd. „Carina redet doch kein Wort mehr mit mir.“

„Nicht Carina. Tessa“, korrigierte ich ihn. „Die Hackerin.“

„Ach so, du meinst, falls wir entführt werden?“

„Jetzt redet doch nicht so einen Blödsinn, Kinder“, seufzte Mom und glättete ihre hellblonden Haare mit den Fingern.

„Bloß zur Sicherheit“, entgegnete ich, „falls wir auf dieser Uni einer Gehirnwäsche unterzogen und zu Elitesoldaten ausgebildet werden sollen.“

Cas deutete mit dem Finger auf mich und nickte. „Guter Punkt. Ich werde Tessa gleich mal eine Nachricht schicken.“

„Nein!“, riefen unsere Eltern in dem Moment gleichzeitig und Cas ließ ungläubig sein Handy sinken, während ich die Stirn runzelte.

„Ihr seid gruselig“, sagte ich zu meiner Mutter, die sich über die Stirn fuhr und dann beschämt zu uns umdrehte.

„Tut mir leid“, sagte sie. „Ihr müsst einen komplett falschen Eindruck bekommen.“

„Im Moment glaube ich, ihr verarscht uns“, sagte Cas und drehte seinen Kopf in alle Richtungen. „Habt ihr hier irgendwo Kameras versteckt? Wollt ihr das auf YouTube hochladen und eine neue Generation von Pranks einläuten, bei der Eltern ihre Kinder in die Pfanne hauen? Soll das so eine Urlaubschallenge werden?“

„Dafür sind sie nicht cool genug“, sagte ich zu Cas.

„Na hör mal“, protestierte Mom. „So uncool sind wir auch wieder nicht.“

„Was sind Pranks?“, fragte mein Vater.

„Streiche“, erwiderte ich. „Also. Wieso darf Cas seiner Ex nicht sagen, wo wir sind?“

„Weil die Westside University eine wirklich exklusive Universität mit ganz eigenen Regeln ist“, antwortete Mom entschieden. „Und jetzt hört auf, uns deswegen zu löchern, und wartet einfach die paar Stunden ab, bis wir da sind. Greg wird euch dann alles erklären.“

„Oder auch nicht“, murmelte mein Vater in sich hinein, aber so leise, dass ich mir nicht sicher war, ob ich es richtig verstanden hatte.

 

Genres Fantasy » Magie, Young & Adult

Erhältlich als
E-Book (mobi), ASIN B072SQL2ZK Taschenbuch, ISBN 1521539626

 


 


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[10,0/10 Pkt.] http://buechermonde.blogspot.de/2017/11/rezensi … eingetragen am 06. November 2017 21:14 Uhr (Originalrezension vergibt 5,0/5 Pkt.)

[10,0/10 Pkt.] https://annaskleinebuecherwelt.blogspot.de/2017 … eingetragen am 16. August 2017 15:42 Uhr (Originalrezension vergibt 5,0/5 Pkt.)

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